VW erhöht Reichweite seiner Erdgas-Modelle

6. Februar 2019 agvs-upsa.ch – VW hat seine Erdgas-Modelle grundlegend überarbeitet. Der Autobauer stattet den Polo TGI und den Golf TGI mit einem dritten Erdgastank aus – und erhöht so die Reichweite. Der Reserve-Benzintank wurde dagegen verkleinert.

abi/pd. Der Polo TGI kann im reinen CNG-Betrieb neu bis zu 60 Kilometer weiter fahren als sein Vorgängermodell, teilte Volkswagen kürzlich mit. Beim Golf TGI beträgt die zusätzliche Reichweite bis zu 80 Kilometer. Der dritte Erdgastank ist speziell beschichtet und besteht aus hochfestem Stahl. Beim Golf verfügt er über ein Volumen von 23 Litern und erhöht das gesamte CNG-Tankvolumen auf 115 Liter respektive 17,3 Kilogramm. Dies entspricht einer Reichweite von bis zu 422 Kilometern im WLTP. 

 


Gleichzeitig erhält der Golf einen neuen 1.5 Liter TGI-Vierzylindermotor mit 96 kW / 130 PS. Dieser sorgt für mehr Fahrdynamik und Effizienz und «präsentiert sich durchzugsstark, effizient und umweltverträglich», verspricht der Konzern. Der Kraftstoffverbrauch liegt bei 3,5 bis 3,6 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometern bei einer CO2-Emmission von nur 95 bis 98 g/km. 
Beim Polo mit 1.0-Dreizylindermotor (66 kW / 90 PS) fasst der Zusatztank 16,5 Liter. Damit wird der Erdgasspeicher auf insgesamt 91,5 Liter respektive 13,8 Kilogramm erweitert. Für den Polo bedeutet dies, dass er im WLTP mit CNG bis zu 368 Kilometer weit fahren kann.

Als Reserve steht bei beiden Modellen weiterhin ein Benzintank zur Verfügung. Dieser sei aber deutlich verkleinert worden. Dies ist für die CNG-Autofahrer kein Nachteil, die sowieso nur im Ausnahmefall auf Benzin zurückgreifen wollen: VW rechnet vor, dass der Kostenvorteil eines CNG-Fahrzeugs bezüglich Kraftstoffkosten in Deutschland gegenüber Diesel momentan bei 20 Prozent und gegenüber Benzin bei 40 Prozent liege. 

Auch entstehen im CNG-Betrieb rund 25 Prozent weniger CO2-Emissionen als beim Fahren im Benzin. Der Grund: Im Vergleich zu Benzin oder Diesel enthält Erdgas eine deutlich höhere Energiemenge und einen niedrigen Kohlenstoffanteil. Zudem verbrennt Erdgas generell emissionsärmer als Benzin oder Diesel – was zu deutlich weniger Kohlenmonoxid und Stockoxide im Abgas führt. Der Anteil an Russ oder Feinstaub ist minimal. Die CO2-Bilanz verbessert sich noch mehr, wenn Biogas getankt wird. Biogas ist erneuerbar und CO2-neutral.

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