Champions-Club 2025 Erfolgsgeschichte: Interview mit Lukas Portner

Der Champions-Club fördert junge Talente im Automobilgewerbe – Lukas Portner ist eines davon. Als gelernter Automobil-Mechatroniker und angehender Automobil-Diagnostiker führte ihn sein Weg im Förderprogramm von intensiven Trainings über die SwissSkills bis zum EuroCup. Im Interview erzählt er, welche Erfahrungen er dabei gesammelt hat und was ihn antreibt.
Publiziert: 05. Februar 2026

Von

Lisa Beiner


										Champions-Club 2025 Erfolgsgeschichte: Interview mit Lukas Portner

Kannst du dich kurz vorstellen und erzählen, wie du zu deinem Beruf Automobil-Mechatroniker gekommen bist und was dich daran begeistert?
Lukas Portner entdeckte seinen Lehrberuf durch sein grosses technisches Interesse. Während einer Schnupperlehre wurde seine Begeisterung für den Beruf geweckt und entwickelte sich von da an stetig weiter. Obwohl ihn Technik schon immer faszinierte, beschreibt er sich selbst nicht als klassischen «Schrauber» – an seinem eigenen Töffli habe er beispielsweise nie selbst gearbeitet.

Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss absolviert Lukas Portner derzeit die Weiterbildung zum Automobil-Diagnostiker. Ziel ist es, sein Fachwissen weiter zu vertiefen und ein noch besseres Verständnis für die zunehmend komplexen Fahrzeugsysteme zu entwickeln.

Was machst du, wenn du gerade nicht in der Werkstatt bist?
In seiner Freizeit ist Lukas Portner im Sommer häufig mit dem Motorrad unterwegs und im Winter gerne auf den Ski anzutreffen. Zudem spielt er Unihockey, was für ihn einen wichtigen Ausgleich zum teilweise intensiven Werkstattalltag darstellt. Aktuell nimmt auch das Lernen für seine Weiterbildung einen Teil seiner Freizeit in Anspruch.

Wenn er sich privat entscheiden müsste, würde er das Motorrad bevorzugen. Beruflich steht für ihn jedoch klar das Auto im Mittelpunkt, auf das er im Arbeitsalltag nicht verzichten möchte.

Wie würdest du dich selbst in drei Worten beschreiben?
Aufgestellt, motiviert und lernbereit.

 

Champions-Club

Gab es jemanden, der dich zur Anmeldung im Champions-Club motiviert hat, oder war es deine eigene Initiative?
Auf das Förderprogramm wurde Lukas Portner durch eine Einladung per E-Mail vom Champions-Club aufmerksam. Nach einem Austausch mit seinen Kollegen entschied er sich schliesslich, die Chance zu nutzen und sich für die Teilnahme anzumelden.

Erinnerst du dich an den Moment, als du erfahren hast, dass du in den Champions-Club 2025 aufgenommen wurdest?
Als Lukas Portner die Zusage erhielt, ging ihm vor allem der Gedanke durch den Kopf: «Jetzt geht’s los und jetzt gilt es ernst.» Gleichzeitig beschreibt er die Situation als sehr positives Erlebnis, das mit grosser Vorfreude verbunden war.

Mit welchen Erwartungen bist du damals gestartet?
Die Aufnahme in das Förderprogramm betrachtete er in erster Linie als Chance, Neues zu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Ein konkretes Ziel, etwa die Teilnahme an den SwissSkills oder am EuroCup, hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht definiert.

Welche neuen Kompetenzen hast du in dieser Zeit entwickelt? Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast, dass du dich weiterentwickelt hast?
Besonders im Umgang mit Stress konnte Lukas Portner wertvolle Erfahrungen sammeln. Durch mehrere Prüfungssituationen lernte er, Ruhe zu bewahren, konzentriert zu bleiben und sich nicht von aufkommenden Gedanken oder Druck überwältigen zu lassen.

Wie bist du mit dem zusätzlichen Druck und den hohen Erwartungen umgegangen?
Er erklärt, dass er sich selbst keinen grossen Druck gemacht habe. Die Teilnahme an den Wettkämpfen betrachtete er vielmehr als Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und dazuzulernen. Entsprechend habe es auch keine schlaflosen Nächte gegeben.

Was war bisher dein grösster Erfolg auf diesem Weg?
Als besonders wertvoll bezeichnet Lukas die Möglichkeit, neue Menschen aus der Branche kennenzulernen und sein Netzwerk auszubauen. Der Austausch mit anderen Mitgliedern des Champions-Clubs sowie mit Fachleuten aus dem Gewerbe habe ihm zahlreiche neue Perspektiven und Denkanstösse eröffnet.

Gab es auch schwierige Phasen oder Rückschläge?
Dank seiner eher lockeren Herangehensweise und seiner positiven Einstellung gegenüber Wettkampfsituationen musste er kaum grössere Schwierigkeiten bewältigen. Diese Haltung habe ihm geholfen, Herausforderungen gelassen zu begegnen.

Wie sah dein Trainingsalltag in der Vorbereitung auf die SwissSkills-Qualifikation aus?
Im Vorfeld der Qualifikation organisierte der Champions-Club drei intensive Trainingstage im Bildungszentrum. Während dieser Trainings wurde Lukas Portner vom Instruktorenteam des Clubs gezielt unterstützt und vorbereitet.

 

SwissSkills 2025

Wie hast du die SwissSkills-Qualifikation am 5. Juli 2025 erlebt?
Vor dem Start verspürte Lukas Portner eine gesunde Nervosität, berichtet er. Gleichzeitig war ihm bewusst, dass er nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen hatte. Rückblickend beschreibt er den Tag als «unerwartet». Die neue Wettbewerbssituation sowie der hohe Zeitdruck stellten eine besondere Herausforderung dar, da er zuvor noch nie unter vergleichbaren Bedingungen gearbeitet hatte.

Was war für dich während der SwissSkills im September 2025 die grösste Herausforderung?
Die grösste Herausforderung stellte für ihn das Publikum dar. Die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer lenkten teilweise stark ab. Zusätzlich empfand er auch den hohen Lärmpegel in der Halle als belastend.

Du hast den 4. Platz erreicht – wie hast du dieses Resultat eingeordnet?
«Einerseits war ich etwas enttäuscht darüber, dass es knapp nicht für einen Podestplatz gereicht hatte.», sagt Lukas. Gleichzeitig war ihm bewusst, dass es sich um ein sehr gutes Resultat handelte. Da er sein Bestes gegeben hatte, konnte er mit dem vierten Platz zufrieden sein. Im Nachhinein zeigte sich zudem, dass zwischen dem zweiten, dritten und vierten Rang nur wenige Punkte lagen.

Was hast du persönlich aus den SwissSkills mitgenommen?
Als wichtigste Erfahrung nennt er die verbesserte Fähigkeit zur Stressbewältigung.

 

EuroCup 2025

Nach deinem Erfolg hast du dich für den EuroCup im Dezember 2025 qualifiziert. Wie hast du diesen Wettbewerb erlebt?
Kurzzeitig überlegte Lukas Portner, ob er überhaupt am EuroCup teilnehmen sollte, da seine Weiterbildung zum Automobil-Diagnostiker ebenfalls viel Zeit in Anspruch nimmt. Letztlich entschied er sich jedoch für die Teilnahme – ganz nach seinem persönlichen Leitsatz: «Ich kann nichts verlieren, nur gewinnen.»

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Welche Rolle spielen Ehrgeiz, Leidenschaft und Disziplin auf deinem Weg?
Für Lukas Portner steht die Leidenschaft klar im Mittelpunkt. Er ist überzeugt: «Wenn’s nicht Freude macht, dann ist es gar nicht möglich.» Gerade in intensiven oder anspruchsvollen Phasen sei die Begeisterung für den Beruf die entscheidende treibende Kraft. Ergänzend dazu seien jedoch auch Disziplin und Ehrgeiz notwendig.

Worauf bist du auf deinem bisherigen Weg besonders stolz?
Besonders stolz ist Lukas Portner darauf, dass er dank seiner persönlichen Eigenschaften bereits so weit gekommen ist und seine bisherigen Ziele ohne grössere Schwierigkeiten erreichen konnte. Dabei spielt seine grosse Leidenschaft für den Beruf eine entscheidende Rolle.

Was hast du über dich selbst gelernt durch die Mitgliedschaft im Champions-Club?
Durch seine Erfahrungen im Champions-Club hat der angehende Automobil Diagnostiker erkannt, dass man mit Disziplin und Leidenschaft sehr weit kommen kann.

Was würdest du neuen Mitgliedern im Champions-Club raten?
Er empfiehlt, aufmerksam zu bleiben, Freude an der Aufgabe zu haben und sich von der Gesamtsituation nicht unter Druck setzen zu lassen.

Wie geht es für dich jetzt weiter?
Als nächstes steht für Lukas der Abschluss seiner Weiterbildung zum Automobil-Diagnostiker im Mittelpunkt. Weitere konkrete Pläne hat er derzeit noch nicht. Klar ist jedoch, dass sein beruflicher Weg weiterhin im Automobilgewerbe liegen wird und dass ihm die praktische Arbeit mit den Händen auch in Zukunft wichtig bleibt.